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Briefmarken prüfen
Alfred Moschkau (1840-1912), Veranstalter der ersten Briefmarkenausstellung (Dresden, 1870) beschäftigte sich
auch als erster mit Briefmarkenprüfungen (1871). Es bürgerte sich bei den alten Spezialisten ein, Besitzerzeichen an bestimmten Stellen auf der Rückseite der Briefmarken anzubringen. Diese Signierungen erfolgen heute noch.
Es wird nur noch das 'gesamte Stück' geprüft, so dass nicht mehr ein Ergebnis 'Marke echt - Aufdruck falsch' vorkommen kann. Je nach Wert des Prüfgegenstandes werden von BPP-Prüfern Atteste, Befunde oder Kurzbefunde
angefertigt. Signierungen erfolgen von mir nicht mehr auf Briefmarken mit Originalgummi.
Über das Sammelgebiet Island sind in den letzten 10 Jahren viele neue Forschungs- ergebnisse veröffentlicht worden. Das betrifft besonders
echt verwendete Stempel, Gefälligkeitsstempel und auch Falsch- stempel. Die postgeschichtliche Forschung ist hier noch nicht abgeschlossen.
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Fälschungsbekämpfung heute
Leider ist es so, dass immer noch sehr viele Sammler auf Fantasiebeschreibungen von philatelistischer Ware hereinfallen.
Günstige angebotene Stücke werden bedenkenlos über- nommen. Kaufen Sie wertvolle Stücke nur mit neuen Prüfergebnissen anerkannter Verbands- prüfer.
Ältere Prüfergebnisse werden von dem selben Prüfer ohne Gebühr nachgeprüft. Es kommt auch vor, dass Prüfstempel gefälscht werden. Und Kopien von Attesten und Befunden sind wertlos!
Im Bund Deutscher Philatelisten e.V. werden in der Zentrale für Fälschungsbekämpfung Meldungen über Fälschungen
entgegengenomen. Wenden Sie sich gegebenenfalls an:
Herrn RA Helmut Kaiser
Aschaffenburger Str. 7
63796 Kahl am Main
Tel: (0 61 88) 8 11 44
Fax: (0 61 88) 8 16 78
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fälschungsgefährdetes Material (Island)
1. Steindruck-Fälschungen der Skilding-Briefmarken und der 5 Aur, blau (meist sog. Spiro- Fälschungen)
2. Aufdruck-Fälschungen bei "þrír", Í GILDI", "10 Kr.", "Hópflug Ítala" und "Dienstmarken-Satz 1930"
3. Ganzsachen mit dänischen Stempeln vom 19. Jh. (Bøgh-Fälschungen, ca. 1930)
4. Briefe und Karten mit isländischen Nummernstempeln (aber Kugelschreiber und aufgehelltes Papier)
5. Probedrucke der Ziffern-Ausgabe (1876-1902) waren nicht offiziell (Postkarten, Frei-, u. Dienstmarken)
6. Stempelfälschungen auf "hohen" Werten und auf Material, das ungestempelt billiger ist als gestempelt
7. verschönte und manipulierte Briefe der Ziffern-Ausgabe ab 1876
8. Gefälligkeitsstempel auf "Í GILDI", "Hópflug Ítala", fast allen Dienstmarken und allen Zuschlagmarken
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offizielle nachträgliche Entwertungen und Gefälligkeitsstempel
Zur offiziellen nachträglichen Entwertung der Restbestände der Skilding-Ausgabe sowie des Wertes zu 20 Aur, violett (1881), wurden Stempel
des Grotesk-Typs und des Antiqua-Typs benutzt. Der Wert zu 50 Aur, Zähnung 12¾, kommt nur mit Gefälligkeitsstempel vor. Der
Antiqua-Stempel HRAUNGERÐI; 5.11.(1897) auf "þrír-Aufdruck" ist eine Gefälligkeitsabstemplung. Die "þrír-Ausgabe" mit
Stempeln, die nicht zwischen dem 1. und 14.11.1897 liegen ist mit wenigen Ausnahmen fraglich.
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- Eine kurze formlose Ankündigung einer Prüfsendung (E-Mail oder Fax) wäre mir willkommen.
- Bitte legen Sie einen schriftlichen Auftrag und eine beliebige Kopie der Prüfstücke bei. Farbkopien für Atteste/Befunde/Kurzbefunde lasse ich grundsätzlich selbst anfertigen.
- Erstsendungen: Bitte drucken Sie zwei Formblätter "Vereinbarung" aus, tragen Sie Ihre Anschrift ein, versehen Sie beide mit Datum und Unterschrift und legen Sie beide Blätter der Prüfsendung bei (einmal für mich und einmal erhalten Sie zurück).
- Einen adressierten und frankierten Rückumschlag verlange ich nicht.
- Die Rücksendung erfolgt entsprechend dem Versicherungswert (Handeswert) der Prüfstücke, wenn vorher nichts anderes schriftlich vereinbart wurde.
- Vermeiden Sie in der Anschrift und im Absender Wörter wie "an Prüfer", "Briefmarkenhändler", "Auktionshaus" oder ähnliches.
- Ich behalte mir vor, die Prüfsendung erst nach geleisteter Vorauszahlung zurückzusenden.
- Postfrische, ungebrauchte aber auch gestempelte Briefmarken mit Originalgummierung werden nur noch in Ausnahmefällen signiert.
- Gestempelte Briefmarken, die Ihnen ohne Gummierung vorliegen, bitte falzfrei zur Prüfung einsenden!
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© Roland Daebel 2000 -
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